Biographie

Tal Balshai, Pianist, Komponist und Arrangeur ist 1969 in Jerusalem geboren. Er studierte klassisches und Jazz-Klavier in Jerusalem, Berlin und New-York und absolvierte ein Tonmeisterstudium in der UdK in Berlin. Er lebt mit Frau und drei Kindern in Berlin.
Seine Offenheit für verschiedene Genre und Stile zeigt sich in überzeugenden Polen. Die Musik und die Texte jüdischer Künstler, die 1933 aus Deutschland vertrieben wurden – von Weill über Eisler bis hin zu Heymann und weiteren Berliner Filmkomponisten der 30er Jahre – prägen seine langjährige künstlerische Zusammenarbeit mit verschiedenen Sängerinnen, u.a. dem Opernstar Angela Denoke und der Schauspielerin Dagmar Manzel.
Über die Jahre veröffentlichte Tal Balshai mehrere CDs mit eigener Musik in verschiedenen Formationen; Jazz-Trio, Piano-Solo, Klavierduo und andere. Er arbeitet oft als Liedbegletier jenseits des klassischen Liedrepertoire und nimmt einen aktiven Teil in der Konzipierung und Einstudierung von Lied- und Chansonabenden.
Tal Balshais vielseitigen Arrangements und Orchestrationen offenbaren musikalisch neue Seiten an Kompositionen, die man zu kennen glaubte. Seine Werke wurden aufgeführt u.a. von der Staatskapelle Dresen unter Ch. Thielemann, das Tonkünstlerorchester unter J. Jones, Staatskapelle Halle unter Karl-Heinz Steffens. Erfolgreiche Konzerte führen ihn als Pianist und Begleiter an weltweit bedeutende Spielstätten, wie die Mailänder Scala, die Staatsopern von Hamburg, Berlin und Wien, die deutsche Botschaft in den USA, in das Teatro Real in Madrid oder anlässlich der Festspiele nach Salzburg.
Mit der Akrobatik-Show „Vivace“, für die er die Musik komponierte und konzipierte, gastierte er als Dirigent und Pianist im In- und Ausland, u.a. am „New Victory Theatre“ am Broadway in New York.
Auf seiner CD „Ein halbes Leben“ (2014 erschienen) präsentierte sich zum ersten Mal Tal Balshai als Liedkomponist im weitesten Sinne. Eine Sammlung von 10 Gedichten, die er über eine lange Zeitspanne vertonte und in verschiedenen musikalischen Umgebungen mit unterschiedlichen Sängerinnen aufnahm. (siehe www.talbalshai.com).
Als Stummfilmbegleiter konzertierte er in Finnland, Österreich, im Stummfilmfestival-Regensburg, in den Kammermusiktagen Ahrenshoop, im Babylon-Kino am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, für die Stiftung „Lebensmut“ in München und in anderen deutschen Städten. So hat er auch in den Schweizer Alpen den Stumm-Bergfilm „Der große Sprung“ aus dem Jahr 1927 für einen gemischten Chor, eine Solo-Sopranistin, einem lokalen Jodelchor und einem Herren-Gesangssextett bearbeitet. Eine durchaus seltsame Kombination, die doch ein großer Erfolg beim Publikum wurde.
Seit 2015 führt Tal Balshai eigene Texte und Lieder auf in dem Programm „Der Wohlstandsblues“, das kabarettistisch und humorvoll das Leben und die Gesellschaft stichelt. Mal allein am Klavier, mal mit einer Band spielt Tal Balshai Lieder mit Themen, die das aktuelle Lebensgefühl auf die Schippe nehmen.

Programme (Auswahl)

Mit Angela Denoke:

„Two Lives to live“ (Kurt Weill), Premiere Salzburger Festspiele 2011 (CD „Angela Denoke sings Kurt Weill 2011 erschienen)

„Von Babelsberg nach Beverly Hills“ (Berliner Filmkomponisten), Mailänder Scala 2009
„Städtebewohner“ – Berliner Komponisten der Weimarer Republik, Salzburger Festspiele 2015 (CD „Tanz auf dem Vulkan 2018 erschienen)

Mit Dagmar Manzel:

„Irgendwo auf der Welt“ (Werner R. Heymann), Eröffnungskonzert Jüdische Kulturtage Berlin 2011 (CD „Irgendwo auf der Welt“ 2011 erschienen)

„Ach, man sagt, des roten Mondes Anblick“ (Hanns Eisler), Konzerthaus Berlin 2012

CD Veröffentlichungen (Auswahl):

CDs unter eigenem Namen:

Camel, 2000 (Jazz-Trio)
Endless Fields, 2007 (Jazz-Trio mit Streichquartett)
Winterlandschaft, 2008 (Piano-Solo)
Buch der Ellipsen, 2011 (Klavier zu 4 Händen)
Ein halbes Leben, 2014 (Gemischte Besetzungen)
Der Wohlstandsblues, 2018 (Kabaretistische Lieder)

CDs von Tal Balshai arrangiert und produziert:

Dagmar Manzel – Irgendwo auf der Welt (2011)
Angela Denoke – Angela Denoke sings Kurt Weill (2012)
Angela Denoke – Tanz auf dem Vulkan (2018)